Die Zusammenarbeit mit der Partnerfeuerwehren Oberägeri und Neuheim hat funktioniert.

Am Dienstagabend, 18.September 2012 organisierte die Feuerwehr Unterägeri eine grosse Mannschaftsübung. Ziel der Übung war es, zusammen mit der Feuerwehr Oberägeri, unter der Leitung von Leutnant Marco Lüthold, Wasser von Unterägeri (Hürital) über 320 Meter  Höhendifferenz auf einer Länge von 2870 Metern zur Alpwirtschaft Zuger Alpli zu bringen. Keine leichte Aufgabe für die rund 150 Feuerwehrfrauen und- männer.

Szenario

Eine Familie mit drei Kindern machte ein Feuer am Waldrand um eine Wurst zu bräteln.  Der nahe gelegene Wald fing Feuer, welches sich sehr schnell zum nahe gelegenen Restaurant ausbreitete und es bestand die Gefahr, dass sich das Restaurant entzündete. Die Familie geriet in Panik, rannte weg und wurde von der Feuerwehr nach langem Suchen oberhalb des  Restaurants gefunden. Als Unterstützung wurde vom Einsatzleiter, Leutnant Roland Iten, die Feuerwehren Neuheim und Oberägeri aufgeboten. Die Feuerwehr Neuheim unterstützte die Unterägerer mit einer sehr grossen Motorspritze. Die Feuerwehr Oberägeri kam mit ihrem Schlauchverlegewagen, auf dem 800 Meter Schlauch aufgerollt ist und mit vier  Motorspritzen. Als Ausgleichsbecken diente ein 33 Kubik grosses Wasserreservoir, das sich genau in der Mitte der Leitungen befand. Insgesamt standen zwei Schlauchverlegewagen, eine grosse und sechs normale Motorspritzen sowie 2870 Meter Schlauch im Einsatz.

Bei der Schlussbesprechung stellte sich heraus, dass es sehr viel Material, wie Schläuche und Motorspritzen braucht. Die Kommunikation während des Einsatzes war schwierig, da es viele Funklöcher hatte und das Natelnetz in diesem Gebiet noch nicht gross ausgebaut ist. Bei einem richtigen Waldbrand wäre es nicht möglich, ohne die Unterstützung von Helikoptern den Brand zu bekämpfen. Das Verlegen der Schläuche klappte sehr gut, so dass Rettungsachsen über den Walchwilerberg, Pfaffenboden und das Bannholz zu jeder Zeit aufrecht erhalten werden konnten. Die Zusammenarbeit der Feuerwehren war sehr gut und die Maschinisten an den Motorspritzen hatten ihre Arbeit im Griff. Die Übung wurde von Übungsleiter Lüthold als sehr gut bewertet.

Die Alpwirtschaft Zuger Alpli ist eine Sommerwirtschaft und hat von 1. Mai bis Mitte Oktober geöffnet. Das Haus ist aus Holz gebaut und hat keinen Strom. Die Älplerfamilie Edith und Ueli Baumann-Zumbühl mit Kindern wirte schon seit 15 Jahren im Zuger Alpli. Zum Restaurant gehört ein Stall mit zirka 60 Rindern, die jedes Jahr auf der Alp Sommern. „Seit 15 Jahren hatten wir zum Glück noch nie einen Ernstfall hier im Alpli“, so Edith Baumann und sie ist froh, dass die Feuerwehr auch einmal bei ihnen übte. „Es war sehr interessant für uns und unsere Kinder, einmal im Fokus von einer nicht alltäglichen Übung zu stehen“.

Nach 90 Minuten Uhr hatten die Feuerwehren die Familie gefunden und den Brand trotz sehr schlechtem Wetter unter Kontrolle.

 

Die Feuerwehr Unterägeri dankt den Feuerwehren Oberägeri und Neuheim für die tatkräftige Unterstützung.

 

Feuerwehr Unterägeri
Marcel Wicky